Placeboforschung - Hypnose - Neuigkeiten Blog - De - Hypnose

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Placebos bewähren sich auch bei sexuellen Erregungsstörungen, eine lustvolle Erwartung

Herausgegeben von DIV in Placeboforschung · 16/9/2010 12:38:27

Wie wichtig die psychologische Komponente für die Behandlung von Krankheiten und körperlichen Funktionsstörungen ist, hat eine Studie von US-Forschern erneut unterstrichen: Bei der Behandlung von Frauen, die unter sexuellen Erregungsstörungen litten, brachten auch Placebos den gewünschten Behandlungserfolg. Die Frauen berichteten während des Studienverlaufs von deutlich mehr befriedigenden Sexualkontakten und häufig auch von einer erhöhten Empfänglichkeit für Stimulationen – obwohl ihre Partner nichts anders gemacht hätten als zuvor. Offensichtlich hatte schon die Aussicht auf Erfolg in Kombination mit den für die Studienteilnahme erforderlichen Gesprächen die Verbesserungen herbeigeführt.

An der Studie hatten 50 Frauen mit sexuellen Erregungsstörungen teilgenommen. Über den Versuchszeitraum von 12 Wochen erhielt die Hälfte der Probandinnen ein echtes luststeigerndes Medikament, während die andere Hälfte lediglich ein Placebo einnahm. Welche Frau was erhalten hatte, wurde jedoch erst nach Ende der Studie aufgedeckt, weder die auswertenden Wissenschaftler noch die Patientinnen wussten zunächst darüber Bescheid.

Von den Frauen, die regelmäßig ein Placebo erhielten, berichtete mehr als ein Drittel bereits während der 12 Wochen über ein deutlich verbessertes Sexualleben. Die größten Entwicklungsschritte verzeichneten die Forscher dabei in den ersten vier Wochen. Die Ergebnisse unterstreichen ihrer Ansicht nach die enorme Bedeutung einer positiven Erwartungshaltung und von Gesprächen über die sexuellen Probleme.

Sexuelle Erregungsstörungen betreffen sowohl Frauen als auch Männer. Häufig sind psychische Faktoren wie Stress, Angst- und Schamgefühle, sexueller Leistungsdruck oder die mangelnde Kommunikation zwischen den Partnern der Auslöser. Behandelt werden die Störungen daher meist mit einer Psychotherapie, die durch die Einnahme lustfördernder Medikamente ergänzt werden kann.
Quelle: Andrea Bradford (Baylor College of Medicine, Houston) et al.: The Journal of Sexual Medicine, Bd. 7, Nr. 10




Der Placebo-Effekt kann auch weh tun

Herausgegeben von DIV in Placeboforschung · 29/8/2010 05:35:24
Beim Nocebo-Effekt übersetzt ein Botenstoff Angst in Schmerzen Italienische Wissenschaftler haben entdeckt, warum die Angst vor Schmerzen diese oft erst entstehen lässt. Verantwortlich dafür ist ein Botenstoff namens CCK, der bei Angst in der Darmschleimhaut gebildet wird: Er löst im Gehirn eine Schmerzreaktion aus und verursacht damit einen Effekt, der Nocebo-Wirkung genannt wird. Dieser unangenehme Begleiter der Angst ist beispielsweise auch dafür verantwortlich, dass bei Medikamenteneinnahme dann gehäuft Nebenwirkungen auftreten, wenn der Patient diese erwartet. Die Forscher um Fabrizio Benedetti von der Universität von Turin haben jedoch bereits ein Mittel identifiziert, mit dem die Auswirkungen des Effekts unterdrückt werden können. ...

Schon "Placebo-Alkohol" beeinflusst das Gedächtnis

Herausgegeben von DIV in Placeboforschung · 29/8/2010 05:18:50
Wer glaubt, angetrunken zu sein, ist leichter manipulierbar Schon die Annahme, Alkohol getrunken zu haben, kann das Gedächtnis beeinflussen. Das haben neuseeländische Forscher in Experimenten mit 150 Studenten herausgefunden. Die Ergebnisse zeigten, wie sehr das Gedächtnis von sozialen Einflüssen und Gefühlen bestimmt sei, schreiben Seema Assefi und Maryanne Garry im Fachmagazin "Psychological Science".

Beim Nocebo-Effekt übersetzt ein Botenstoff Angst in Schmerzen

Herausgegeben von DIV in Placeboforschung · 19/8/2010 04:07:55
Italienische Wissenschaftler haben entdeckt, warum die Angst vor Schmerzen diese oft erst entstehen lässt. Verantwortlich dafür ist ein Botenstoff namens CCK, der bei Angst in der Darmschleimhaut gebildet wird: Er löst im Gehirn eine Schmerzreaktion aus und verursacht damit einen Effekt, der Nocebo-Wirkung genannt wird. Dieser unangenehme Begleiter der Angst ist beispielsweise auch dafür verantwortlich, dass bei Medikamenteneinnahme dann gehäuft Nebenwirkungen auftreten, wenn der Patient diese erwartet. Die Forscher um Fabrizio Benedetti von der Universität von Turin haben jedoch bereits ein Mittel identifiziert, mit dem die Auswirkungen des Effekts unterdrückt werden können.

Körpereigenen Schmerzmittel sind am Placebo-Effekt beteiligt

Herausgegeben von Div in Placeboforschung · 19/8/2010 04:06:16
Amerikanische Wissenschaftler haben entdeckt, warum auch wirkstofffreie Placebos Schmerzen lindern können: Der Glaube und die Erwartung, ein schmerzlinderndes Mittel zu bekommen, animiert das Gehirn zur Produktion körpereigener Schmerzmittel, so genannter Endorphine. Diese setzen die Schmerzempfindlichkeit herab – auch dann, wenn gar kein zusätzlicher Wirkstoff verabreicht wird. ...
Weiter
Letzte Änderung der Webseite:
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü