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Geschichte Hypnose

Hypnose


Die Geschichte der Hypnose

Weltweit wird Hypnose seit ein paar tausend Jahren eingesetzt. Wahrscheinlicher ist allerdings, dass die Hypnose wohl so alt ist,wie die Menschheit selbst. Die frühen Schamanen (Medizinmänner u. Heilerinnen) praktizierten diverse suggestive und hypnotische TranceHeilmethoden.

 


Die kurze Geschichte der Hypnose

Keilschriften der Sumerer
Laut uralten Keilschriften der Sumerer (die älteste bekannteste Kultur, ca. 6000 Jahre v. Chr.) wurde die Hypnose von Priestern als Heilverfahren für die unterschiedlichsten Krankheiten genutzt. Die Sumerer beschreiben einen durch besondere spirituelle Rituale erzeugten, heilsamen Schlaf.

Ägypten - Papyrus Eber
Aus dem antiken Ägypten (ca. 1500 v. Chr.) stammt der Papyrus Eber. Dieser Text gilt als das ältestes schriftliche Zeugnis, für hypnotische Induktionstexte (Edmonston, 1986).

Tempelschlaf in Ägypten und Griechenland
Etwa 500 v. Chr. wurde der Tempelschlaf aus Ägypten und Griechenland als rituelle Induktion des Orakels genutzt. Dieser Tempelschlaf diente neben der Heilung auch hellseherischen Zwecken (Weinreich, 1909). Diese Tradition der Anwendung von Hypnose in Schlaftempeln verbreitete sich im Laufe von 1000 Jahren weiter über Griechenland, Rom, Ägypten und Karthago.

Hypnose bei Naturvölkern
Von den meisten Naturvölkern wird berichtet, dass Sie in der Anwendung der Hypnose eine lange und vielfältige Tradition besitzen. So wird etwa von australischen Medizinmännern berichtet, die bei Initiationsriten Körper öffnen und narbenlos wieder verschließen. Der Berichterstatter Bastian schreibt schon um 1890 über Eingeborene in Britisch-Guyana,die von Kopfschmerzen mittels hypnotischen Schlaf geheilt werden. Bei den amerikanischen Indianern werden rhythmische Tänze benutzt,um in einen Trance-Zustand zu gelangen.
Hypnose ist eine der ältesten Therapieformen überhaupt. Auffallend ist, dass sich in früheren Zeiten bis ins Mittelalter hinein vermehrt Priester-Ärzte mit den Suggestivverfahren und der Hypnose zu Heilzwecken beschäftigten.

Parazelsus, Philippus Theophrastus Aureolus Bombast von Hohenheim
Der Schweizer Arzt und Wissenschaftler Paracelsus von Hohenheim (1493-1541) führte 1530 die erzielten Heilerfolge nicht alleine auf göttliche Kräfte, sondern auf andere Ursachen zurück. Paracelsus ging davon aus, dass der Körper eines Menschen magnetische Kräfte ausstrahlt und dass diese Kräfte auf den Verlauf von Krankheiten Einfluss nehmen könnten. Er vertrat die Meinung, dass ein Arzt durch Handauflegen den krankheitsverursachenden Magnetismus unschädlich machen könne. Bei Nervenkranken versprach Paracelsus Heilung, indem er an ihrem Körper Magnete anbrachte, denen er Lebensfunktionen zusprach.

Athanasius Kircher
Der deutsche Jesuit Athanasius Kircher (1602 – 1680) prägte den Begriff "Magnetismus", der bis ins 19. Jhd. statt des Begriffs Hypnose verwendet wurde und bis dahin spielten viele philosophische, abergläubische, alchemistische Vorstellungen hinein.

Dr. Franz Anton Mesmer
Etwas mehr als zwei Jahrhunderte später nahm der Arzt, Theologe und Philosoph Franz Anton Mesmer (1734-1815) die Theorien von Paracelsus wieder auf. In seiner Dissertation befasste sich Mesmer mit dem „Einfluss der Planeten auf den menschlichen Körper“. Mesmer ging davon aus, dass die Erde und alle Menschen von einem universalen, magnetischen Fluidum umgeben und durchdrungen sind, und dass dieses unsichtbare Fluidum (Kraftfeld) im menschlichen Körper positive Veränderungen erzeugen könne. Im Falle einer negativen Verteilung dieses Fluidums würde der Körper hingegen mit Schmerzen und Krankheit reagieren. Nach Meinung von Mesmer konnte je nach Anziehung oder Abstoßung der Magnete, die er dann auch zur Heilung einsetzte, das Fluidum wieder ins Gleichgewicht gebracht und der Patient dadurch geheilt werden. Zur Umverteilung des magnetischen Fluidums mussten seine Patienten ein Metall gegen die erkrankte oder schmerzende Körperstelle drücken, während er sie selber mit einem Metallstab berührte. Zusätzlich zu der Magnetbehandlung,nutzte er die damals weit verbreitete Methode des Handauflegens oder streichender Berührungen (die sog. Mesmerische Striche bzw. Mesmer-Passes) als Kombination. Mit der Zeit vertrat er die Ansicht, dass von seinen Händen und seinem eigenen Körper eine heilende, bio-magnetische Kraft ausginge. Mesmer bezeichnete dies als „animalischen Magnetismus“, ein Begriff, der heute den Namen „Mesmerismus“ trägt. Als äußerst charismatische Person hatte Mesmer einen starken suggestiven Einfluss auf seine Patienten, die er mit der Zeit wegen zu großen Andrangs sogar in Gruppen behandelte. In Paris verzichtete Mesmer auf die direkte Anwendung der Magnete, konstruierte aber das „Baquet“, ein mit magnetisiertem Wasser angefüllter Bottich, aus dem Eisenstäbe herausragten und die von den Patienten an die erkrankten oder schmerzenden Körperstellen gehalten wurden. Der Behandlungsraum war abgedunkelt, die Patienten durften während der Sitzungen kein Wort sprechen und im Raum ertönte leise, meditative Musik, die für die richtige Atmosphäre sorgte. Oftmals spielte er selber auf einer Glasharmonika, trat dabei von einem Patienten zum anderen, schaute ihm starr in die Augen (Augenfixation)und berührte diesen mit der Hand oder mit einem Metallstab. Mesmer konnte dabei große Behandlungserfolge verzeichnen, musste sich aber gerade deshalb auch immer mit viel Kritik einer großen Gegnerschaft von Berufskollegen (Ärzteschaft) herumschlagen.
Mesmer wurde im Laufe der Zeit immer mehr angefeindet und seine Gegner hielten seine Behandlungen für Scharlatanerie. Letztendlich untersuchte eine Kommission von berühmten Ärzten und damaligen Wissenschaftlern die Heilmethoden Mesmers. Diese kamen zu den Schluss, dass die Heilungen durch bloße Einbildung zustande kämen. Damit bestätigten sie aber unbewusst, wie stark die psychologischen Faktoren für den jeweiligen Heilprozess sind. (Aus Sicht der Hypnose ist die Heilung durch Einbildung / Suggestion bzw. durch den sogenannten Placeboeffekt eine gewollte Sache. Wichtig dabei ist nur
,dass eine Heilung eintritt, dass der „Innere Heiler, das Unbewusste, aktiv wird“!) Wie auch immer: Der Arzt Dr. Mesmer hat durch seinen „animalischen Magnetismus“ die heutige Grundlage sowohl für die Hypnose wie auch für die Suggestion (verbal wie auch non verbal) geschaffen.

Jesuitenpater Maximilian Hell
Etwa zur selben Zeit begann der Jesuitenpater Maximilian Hell Kranke zu heilen, indem er Stahlplatten an ihre Körper legte.

Armand-Marc-Jacques de Chastenet, Marquis de Puységur
Armand-Marc-Jacques de Chastenet, Marquis de Puységur (1751-1825) war ein begeisterter Schüler von Mesmer und er arbeitete weiter nach Messmers MethodenArmand de Chastenet stellte mit der Zeit fest, dass seine Patienten bei der Behandlung oftmals in einen eigenartigen, „künstlichen Schlaf“ (Trance) verfielen, in dem sie häufig sogar die eigene Krankheit benennen und entsprechend effektive Behandlungsvorschläge machen konnten.
Aufgrund seiner Beobachtungen kam Chastenet zum Schluss, dass es eher kein physikalisches Fluidum gibt und dass für die Heilung der Patienten vor allem der Glaube und der Wille des Therapeuten und insbesondere des Patienten ausschlaggebend seien. Diese Beobachten verhalfen weiter zu der heutigen Ansicht über Hypnose.

Philippe François Deleuze
Philippe François Deleuze (1753-1835) Philippe François Deleuze, ein Jünger von Armand-Marc-Jacques de Chastenet, Marquis de Puységur, war der Entdecker der posthypnotischen Suggestion.

Pastor Johann Caspar Lavater
Im deutschsprachigen Raum erfuhr der «animalische Magnetismus» vor allem durch Goethes Freund, den Zürcher Pastor Johann Caspar Lavater (1741-1801), Verbreitung.

Dr. Eberhard Gmelin
Eberhard Gmelin, ein Arzt aus Heilbronn, der unter anderen auch Friedrich Schiller behandelte, veröffentlichte ebenfalls einflussreiche Bücher zum animalischen Magnetismus. Diese Bücher erregten auch die Aufmerksamkeit des damaligen Direktors der Charité, Dr. C.G. Selle, so dass sich auch in Berlin eine magnetische Forschergruppe entwickelte.

Dr. John Elliotson
John Elliotson (1791-1868), Professor für Chirurgie am University College of London und Erfinder des Stethoskops, begann Mesmerismus im Zusammenhang mit Schmerzkontrolle zu studieren und danach zu praktizieren.

James Esdaille
James Esdaille (1808-1859), ein schottischer Chirurg, war verantwortlich für ein Spezial-Krankenhaus in Calcutta / Indien. Er las Dr. Elliotsons Buch und vollzog daraufhin mehr als tausend Operationen,mit Hypnose als einziges Anästhetikum(Chemo-Anästhesie gab es damals noch nicht). Mehr als 300 davon waren schwere Operationen, davon 19 Amputationen. Die Sterblichkeitsrate bei seinen Operationen sank von 50 auf 5 Prozent

Priester Abbé José Custodio de Faria
1813 erklärte auch der portugiesische Priester Abbé José Custodio de Faria (1755-1819), dass nicht das von Mesmer angenommene universale Fluidum für die Einleitung in den hypnotischen Zustand verantwortlich war, sondern vor allem die Suggestionskraft. Er ließ seine Patienten in einem bequemen Stuhl Platz nehmen. Diese mussten dann konzentriert seine erhobenen Handflächen anstarren, was er selber ebenfalls tat. Plötzlich rief er dann mit schneidender Stimme das französische Wort : „Dormez! (schlafen Sie!) und die so behandelten Patienten fielen unmittelbar in hypnotische Trance.

Dr. Alexandre Bertrand
Der berühmte französische Arzt Dr. Alexandre Bertrand unterstützte die neuen Auffassungen und Methoden der Hypnose und betonte dabei, dass es bei der Tranceinduktion nicht auf die Person des Hypnotiseurs, die die Suggestionen erteilt, ankomme, sondern vielmehr auf die Vorstellungskraft des zu behandelnden Patienten. (Heute weiß man, dass Hypnose auch durch entsprechende Ton-Files, Hypnose CDs ausgelöst werden kann, bzw. dass Hypnose immer durch einen selbsthypnotischen Effekt ausgelöst wird.)

Augenarzt Dr. James Braid, er nannte den Zustand erstmals HYPNOSE
Der englische Augenarzt James Braid (1795-1860) nahm an Showvorführungen des Schweizer Magnetiseurs Lafontaine teil und wollte ihn dabei als Scharlatan entlarven, doch musste Braid schnell erkennen, dass das Augen-Lidflattern der Zuschauer nicht simuliert sein konnte. Daraufhin versuchte er mit seinen eigenen Dienstboten und Verwandten einige Experimente. Zur Augenfixation verwendete Braid einen stark glänzenden Gegenstand. Braid begann um 1843 die Magnet- und Fluidum-Theorie des Franz Anton Mesmers zu verwerfen und vertrat hingegen die Ansicht, dass durch das Fixieren der Augen auf einen Punkt, im Gehirn eine physiologische Veränderungen entstehen würden,die diesen Zustand auslöse. Weiters stellte er fest, dass auch die seelische Beeinflussung durch den behandelnden Arzt/Hypnotiseur auf den zu beeinflussenden suggestiv einwirkt. Er benutzte für das schlafähnliche Verhalten erstmals den Begriff „Hypnose“, genannt nach Hypnos, dem griechischen Gott des Schlafes. Dr. Braid führte zahlreiche Augenoperationen nur unter hypnotisch erzeugter Anästhesie durch und bewirkte in England einen großen Aufschwung dieses hypnotischen Verfahrens. Der Hypnose wurde, dank Braid, (trotz starkem Widerstand und vielen Gegnern) auch in wissenschaftlichen Kreisen langsam die Anerkennung zuteil, die ihr zustand.

Dr. Auguste Ambroise Liébault
Der Pariser Arzt Auguste Ambroise Liébault (1823-1904) prüfte die Erkenntnisse Braids und setzte in der Klinik von Nancy erstmals die Suggestionen direkt zu Heilungszwecken ein.

Dr. Hippolyte Bernheim
Der berühmte Neurologe, Hippolyte Bernheim (1843-1919), war derart von der Arbeit und der Hypnose-Methode Liébaults beeindruckt, dass er sie weiterentwickelte und die sogenannte „Schule von Nancy“ gründete, diese bestand aus einem kleinen Kreis von Ärzten, Psychiatern und Wissenschaftlern, die den Ansatz von Bernheim weiterverfolgten. Bernheim veröffentlichte 1886 sein Buch mit dem Titel: „De la suggestion“, zu dt. „Die Suggestion und ihre Heilwirkung“, dieses gilt als Grundstein der modernen Suggestionstherapie, es wurde zum begehrten Lehrbuch.
Bernheim machte der Fachwelt deutlich, dass die Hypnose die Folge und Wirkung auf die Suggestion darstelle und nicht umgekehrt. Dadurch versuchte er zu beweisen, dass es sich bei der Hypnose um einen Zustand handelt, der nahezu bei allen gesunden Menschen erreicht werden kann.

Dr. Jean-Martin Charcot
Die „Schule von Nancy“ stand lange Zeit in regem Widerstreit mit der „Schule der Salpêtrière“, der damaligen Pariser Hypnoseschule, die wiederum von Dr. Jean-Martin Charcot (1825-1893) gegründet wurde. Dieser vertrat die Auffassung, dass die Hypnose eine an hysterischen Personen experimentell erzeugte Geisteskrankheit sei. Dr. Charcot genoss als Wissenschaftler und Arzt hohes Ansehen, er war auch einer der wichtigsten Wegbereiter dafür, dass die Anwendung der Hypnose in der Heilkunde endlich auch wissenschaftlich anerkannt wurde. Doch im Kampf zwischen den beiden Hypnoseschulen ging schlussendlich die von Dr. Bernheim gegründete „Schule von Nancy“ als klare Siegerin hervor.

Dr. Sigmund Freud
Der Wiener Arzt Dr. Sigmund Freud (1856-1939) hatte 1885/86 die Gelegenheit, für ein paar Monate als Gastarzt bei Dr. Charcot seine Studien zu erweitern. Er muss von diesem Studium der Hypnoseexperimente und Heilungen sehr beeindruckt gewesen sein. Dies wurde auch zum Ausgangspunkt seiner Studien überHysterie. Später zeigte Freud allerdings mehr Interesse an der Lehre Dr. Bernheims (Schule von Nancy) und übersetzte sogar Bernheims Lehrbuch ins Deutsche. Bei seinen ersten psychoanalytischen Versuchen setzte Sigmund Freud auch die Hypnose praktisch ein, um so leichter an verdrängte und verschüttete Ursachen, die seiner Meinung nach meist aus traumatischen Kindheitserfahrungen seiner Patienten stammten, freizulegen.
Die Anwendung der „hypnotischen Katharsis“ - ein sich Befreien von seelischen Konflikten und inneren Spannungen durch Bewusstmachung und „Wiedererleben“ in Hypnose – ersetzte Freud später durch die „freie Assoziation“. Zusammen mit der Traumdeutung entwickelte Freud aus diesen anfänglichen Verfahren daraus die Lehre der Psychoanalyse.

Freud der auch mit KOKAIN experimentierte und es auch selbst konsumierte, ließ das Verfahren der Hypnose aber wieder fallen. Anekdoten behaupten auch,dass die Hypnose Freud zu schnelle Fortschritte gebracht hätte, so dass er für die wohlhabende Wiener Gesellschaft lieber auf die langwierige und kostspielige Psychoanalyse setzte.

Emil Coué
Emile Coué gilt als Begründer der modernen Autosuggestion.Gegen Ende des 19. Jahrhundertes wendete der Apotheker Emil Coué (1857-1926) erstmals die Autosuggestion zur Behandlung von Kranken an und sein Hauptanliegen bestand darin, die Patienten zu mehr Eigenverantwortung zu erziehen. Mit der Zeit erkannte er, dass wenn Wille und Vorstellung im Widerstreit miteinander stehen, immer der Wille unterliegt. Berühmt wurde Coué mit folgendem Satz, der inzwischen überall auf der Welt bekannt ist und der bis heute nichts von seiner Aktualität verloren hat: „Es geht mir mit jedem Tag und in jeder Hinsicht immer besser und besser!“ (Tous les jours à tous points de vue je vais de mieux en mieux!)
Diese berühmte Autosuggestionsformel hat heute noch immer Gültigkeit. Bei akuten Schmerzen oder Beschwerden, egal ob körperlicher oder seelischer Natur, gab Coué den Rat, die Hand auf die betroffene Stelle oder die Stirne zu legen und möglichst schnell zu wiederholen: „Es geht vorbei, es geht vorbei, es geht vorbei...“

Seine bahnbrechenden Erkenntnisse beschrieb Coué in: „Die Selbstbemeisterung durch bewusste Autosuggestion“

  • Nicht der Wille, sondern die Vorstellungskraft ist die leitende Kraft im Menschen

  • Diese Vorstellungskraft ist lenkbar und mächtiger als der Wille

  • Jedes geistige Vorstellungsbild und jeder Gedanke hat das Bestreben, sich zu verwirklichen

  • Stimmen der Wille und die Vorstellungskraft nicht überein, siegt immer die Vorstellungskraft

  • Sind der Wille und die Vorstellungskraft gleichgerichtet, ist das Endresultat gleich dem Produkt der Multiplikation der beiden Energien


Darauf baute Emil Coué seine Methode für die Autosuggestion auf:
1. Zielsetzung/Vorstellungsbild
2. Entspannung
3. Grundformel:
Es geht mir mit jedem Tag,in jeder Hinsicht,immer besser und besser!
4. Suggestion: Kann-Suggestion, Weg-Suggestion, Schlafsuggestion, individuelle Suggestion
5. Bewusste Anwendung

Dr. Oskar Vogt
Wesentlich weiterentwickelt wurde die Hypnose im 20. Jahrhundert im deutschen Sprachgebiet zunächst durch Oskar Vogt (1870-1959), dann durch dessen Schüler Johannes Heinrich Schultz, der daraus das,vor allem in medizinischen Kreisen beliebte, autogene Training (AT) entwickelte

Dr. Johannes Heinrich Schultz (Autogenes Training)
Dr. Johannes Heinrich Schultz (1884-1970), der spätere Begründer des Autogenen Trainings (kurz AT), konnte während des Ersten Weltkrieges Hypnoseerfahrungen an zahlreichen Patienten mit kriegsbedingten Neurosen sammeln. Während dieser Zeit wurden hypnotische Behandlungen an Soldaten vorgenommen, um ihnen dabei zu helfen, die erlittenen Traumatas zu verarbeiten. 1920 veröffentlichte Schultz seine Arbeit über die Schichtbildung im hypnotischen Seelenleben. Diese Veröffentlichung beinhaltete bereits die Grundkenntnisse des Autogenen Trainings.

Dr. Ernst Kretschmer und Dr. Karl. D. Langen
Dr. Ernst Kretschmer (1888-1964) entwickelte 1946 in Tübingen die „gestufte Aktivhypnose“, eine Verbindung von auto- und heterohypnotischem Verfahren zu Heilzwecken. Seine Nachfolge in Hypnoseforschung übernahm später Kretschmers Schüler, Dr. Karl. D. Langen (1913-1980), der seine Arbeiten in gleicher Weise fortsetzte.

Dr. Milton Erickson
Der US-amerikanische Medizinier und Psychologe Milton Erickson (1901-1980) entwickelte einen „neuen“ andersartigen Ansatz und Stil der Hypnosetherapie. Im Gegensatz zum bisher eher autoritären Version der Hypnose. (Bei der Erikson-Methode formuliert der Hypnotiseur seine Induktionseinleitung in der Möglichkeitsform. Auf diese Weise konnten viele Klienten ihre Widerstände schneller fallen lassen und merkten oft gar nicht, wie sie durch ein ganz normales Gespräch in Trance versetzt wurden.) Aus den Methoden von Erickson entstand später das NLP.

Dave Elman
Dave Elman unterrichtete sein ganzes Leben lang Ärzte und Zahnärzte im Gebrauch von Hypnose. Sein wissenschaftlicher Hintergrund ist das Gegenteil von dem Ericksons. Er sagt, es kommt bei der Hypnose einzig und allein darauf an, ob der zu Hypnotisierende die gegebenen Anweisungen befolgen kann. Eine seiner unglaublich wirksamen,schnellen Hypnose-Induktionstechniken ist sehr direkt und einfach: „Schließe deine Augen und tue so, als ob du sie nicht mehr öffnen könntest. Jetzt zähle von 100 bis 1 abwärts und tue so, als ob du ab 97 alle Zahlen vergessen hättest.“ Mit Elmans Technik gehen 90 Prozent der Bevölkerung in eine somnambule hypnotische Trance

Dr. W. James, Dr. C. Hull und Dr. G.A. Estabrooks
Während der beiden Weltkriege sowie des Korea-Krieges erlebte die Hypnose eine Renaissance aufgrund der erfolgreichen Behandlung von Shell-Shock-Opfern (posttraumatisches Stress-Syndrom). Zu nennen sind in diesem Zusammenhang Dr. William James, Dr. Clark Hull und Dr. G.A. Estabrooks. 1955 anerkannte die Britische Ärztegesellschaft die Hypnose als wirksame Therapie. 1958 tat auch die amerikanische Ärztegesellschaftes das gleiche, heute werden Hypnose-Kurse in diesen Ländern an allen medizinischen Instituten angeboten.

NLP - R. Bandler J. Grinder
Der Mathematiker Richard Bandler und der Linguist John Grinder entwickelten um 1981 aufbauend auf den Hypnosetechnik von Milton Erickson, sowie der Arbeitsweisen von Virginia Satir, (einer erfolgreichen amerikanischen Familientherapeutin) und dem Gestalttherapeuten Fritz Perls, die Neurolinguistische Programmier-Technik. Die Anwendung der NLP-Technik hat in den letzten Jahren viel zum Fortschritt und zur verbesserten Anerkennung der Hypnose beigetragen. Man darf dabei aber nicht vergessen,dass NLP an sich nicht allzu viel mit der normalen Hypnose bzw. der hypnotischen Trance zu tun hat.
1983 entwickelten wir (IPN-Labor Forschungsgruppe Eggetsberger, Institut für Biokybernetik und Feedbackforschung) ein neues Messverfahren um die Ultra langsamen Hirnpotentiale (kurz ULP) direkt in allen Lebenssituationen zu messen. Dadurch konnten wir den Zustand der Hypnose messtechnisch erfassen. Diese Mess- und Trainingsverfahren setzten wir dann vor allem in der Sporthypnose an österreichischen Spitzensportlern ein. In weitere Folge entwickelten wir aus dieser Forschung heraus das sog. MindMorphing Verfahren, eine Technik die auf ganz spezielle unterschwellige Art BASIC-Suggestionen vermitteln kann. In den Jahren 2008 und 2009 entwickelten wir dann die LimbiClean Methode (mit der LimbiClean-Sprachform) diese Technik stellt den Einzelnen mental positiv ein, sie baut schon am Morgen, gleich nach dem Erwachen, eine positive Grundstimmung auf, darüber hinaus kann mit der LimbiClean-Methode ein direkter positiver Einfluss auf das Limbische System und den Hirnstamm ausgeübt werden. Diese Techniken sind vor allem hilfreich bei Selbsthypnose, autosuggestiver Beeinflussungen durch formelhafte Vorsätze oder / und bei Symbol-Visualisationstechniken.

De - Hypnose / LimbiClean - De-Hypnose
Die Methodik der DeHypnose, wurde zur Beseitigung von Tagtrancezuständen, die beim Aktivieren negativer Programme entstehen, entwickeltEs handelt sich dabei im Grunde auch um eine tiefgreifende Desensibilisierungstechnik. Damit wird gezielt mehr Bewusstheit in den Alltag hinein gebracht, um verborgene Thematiken vom Schleier der Tagtrance zu befreien. Die LimbiClean - De-Hypnose verbindet die De-Hypnosetechniken mit den LimbiClean-Prozessen und LC-Sprachformen.

Aktiv-wach Hypnose
Im ehemaligen Ostblock, vor allem in Budapest / Ungarn,wurde ab 1975 eine Spezialform der Sporthypnose entwickelt, die sog. Aktiv-wach-Hypnose. Die Aktiv wach Hypnose wird vor allem im Sportbereich angewendet. Dabei befindet sich der zu hypnotisierende Sportler auf einem Ergometer (oder Laufband) während dieser sportlichen Tätigkeit wird er gleichzeitig hypnotisiert. Bei dieser Mthode wird u.a. der sogenannte Joggingtranceeffekt als Verstärker ausgenützt.

Placebo – Placeboforschung
Placebos, also Scheinmedikamente ohne Wirkstoff, bzw. Scheinbehandlungen rücken immer mehr in den Fokus der modernen Wissenschaft. Die Beweise ihrer Wirksamkeit häufen sich. Bereits im zweiten Weltkrieg zeigten sie große Wirkung: Als den Ärzten das Morphium ausging, spritzten sie den Verwundeten Kochsalzlösungen. Im Glauben, weiterhin ein wirksames Schmerzmittel zu erhalten, spürten die Patienten wirklich Besserung. Ein klarer Placebo-Effekt. Die moderne Placeboforschung beleuchtet die Kraft der Suggestion von einem ganz andern Blickwinkel aus. Die suggerierte Vorstellung wird zu wirklichem Erleben.
Und das Neueste: Nocebo,
negative Wirkungen lassen sich einfacher erzielen (Nocebos = lat. nocebo= ‚ich werde schaden') Außerdem fand man bei beiden Geschlechtern, dass sich negative Wirkungen – also "Nocebo-Effekte" – einfacher erzielen ließen, als positive Wirkungen. Es zeigte sich, dass die meisten Menschen eher an pessimistische Prognosen glauben, als an positive.

Forschungsarbeiten zur Wirksamkeit der Hypnose
Die Wirksamkeit von Hypnose ist mittlerweile in zahlreichen internationalen Publikationen nachgewiesen. Durch moderne bildgebende Untersuchungsverfahren, sowie durch EEG und Hirnpotentialmessungen können heute veränderte Bewusstseinszustände genauer untersucht werden.
Bei den neuesten Forschungen geht es nicht mehr um die Frage, ob Hypnose nun grundsätzlich möglich ist oder nicht, denn,dass eine große Wirksamkeit von Hypnose vorhanden ist, akzeptiert mittlerweile jeder, der sich wissenschaftlich mit dem Thema eingelesen hat. Vielmehr geht es bei den neuen Forschungen um eine Reihe von Fragen in Bezug auf die Details oder inneren Abläufe während der Hypnose.

Heutige Einsatzgebiete
Heute wird die Hypnose vor allem in der Psychotherapie, vermehrt in der Zahnheilkunde und in der Chirurgie angewendet, sowie im modernen Sporttraining (Mentaltraining) eingesetzt. Darüber hinaus wird Hypnose auch als Mentaltraining für die eigene Persönlichkeitsentwicklung eingesetzt,um das Selbstvertrauen zu stärken, oder die sportlichen bzw. beruflichen Leistungen zu steigern, aber auch um Lösungen für schwierige Probleme zu finden.  Ebenso wird Hypnose, De-Hypnose zum Abbau von traumatische Ereignissen und zum Verarbeiten von Ängsten, Süchten und mentalen Blockaden oder blockierten Potentialen eingesetzt

Selbsthypnose

Die Selbsthypnose
unterscheidet sich von der Fremdhypnose dadurch, dass kein fremder Hypnotiseur beteiligt ist. Die Suggestionen gibt man sich selber, nachdem man sich auch selber in den Zustand der Hypnose gebracht hat. Die Selbsthypnosetechniken werden heute u.a. auch zum persönlichen Stressabbau und zur suggestiven Selbstheilung angewendet.





 
 
 
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