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Forschung zu Hypnose, Selbsthypnose, De-Hypnose, Hypnose-Trance


 




Bild rechts, zeigt
die Gehirnaktivität unter Hypnose. Die rot dargestellten Bereiche sind stärker aktiviert als die schwarzen. Die Aktivierung ist auch immer von der aktuellen Suggestion abhängig.

Messtechnik:
Hirnpotentialmessung mittels
PcE-Scanner iQ


Am deutlichsten kann man den Hypnoseverlauf durch die oben beschriebene Hirnpotenzialmessung beurteilen. Durch diese Methode ist es nicht nur möglich, die bei der Hypnose aktiv werdenden Hirnbereiche zu lokalisieren, sondern auch durch die geeignete Messsoftware die Hypnosetiefe zu überprüfen.



EEG und Hypnose

Auch im EEG sind Änderungen gegenüber dem Wachzustand messbar.

Die Hypnose stellt alles andere als einen Schlafzustand dar, was sich aus den verstärkten Alpha-Rhythmus im
Hypnose-EEG ableiten lässt. Diese EEG-Veränderung korreliert deutlich mit der Hypnotisierbarkeit, beziehungsweise Suggestibilität einer Person.  



Einschlafen - Der Thalamus schaltet schrittweise ab

Beim Einschlafen geht im Gehirn nicht überall gleichzeitig, sondern nach und nach die Aktivität zu Ende.

Den Anfang macht dabei der Thalamus im Limbischen System: Das Hirnareal, das häufig auch als "Tor zum Bewusstsein" bezeichnet wird, fährt seine Aktivität bereits Minuten vor der Großhirnrinde, dem Sitz des Wach-Bewusstseins, herunter, das haben französische Forscher bei Ihren Forschungen erkannt. Dieser Effekt könnte erklären, warum so viele Menschen kurz vor dem Einschlafen Dinge sehen und hören (sog. hypnogoge Bilder)
, die gar nicht da sind, glauben die Forscher – schließlich dient der Thalamus als eine Art Filter, der ankommende Signale bewertet und nur die wichtigsten davon ins Bewusstsein durchkommen lässt.

Bild oben, über den Thalamus (Tor des Bewusstseins) und die Amygdala werden alle Sinneseindrücke gefiltert.

Ist dieser Filter ausgeschaltet, können in der Großhirnrinde ungewöhnliche Aktivitäten bzw. Verknüpfungen und damit ungewöhnliche Bilder entstehen. Beim Aufwachen sieht die Situation übrigens anders aus: Hier arbeiten Thalamus und Großhirnrinde vollkommen synchron.

Normalerweise sind die Aktivitäten im Thalamus und der Großhirnrinde sehr eng miteinander gekoppelt. Seit einiger Zeit gibt es jedoch vermehrt Hinweise darauf, dass diese Kopplung im Schlaf nicht die ganze Zeit bestehen bleibt. Die genauere Untersuchung ist allerdings schwierig, denn eine normale Hirnstrommessung mit auf der Kopfhaut angebrachten Elektroden liefert nicht genügend Details, um die Aktivitäten in den Hirnregionen genau voneinander trennen zu können.

Aus diesem Grund entschieden sich Dr. Magnin von der Universität Lyon 1 und seine Kollegen nun, die Vorgänge beim Einschlafen bei 13 ganz besonderen Probanden zu untersuchen: Ihnen waren zur Behandlung einer Epilepsie-Erkrankung Elektroden direkt ins Gehirn eingepflanzt worden, mit deren Hilfe sich direkt Aktivitäten in den entsprechenden Regionen messen lassen. Die Auswertung der Daten zeigte ein unerwartet deutliches Ergebnis: In über 93 Prozent der Messungen war zuerst die Aktivität im Thalamus abgesunken und dann erst, mit durchschnittlich über neun Minuten Verzögerung, in der Großhirnrinde. Zudem setzte dieser Aktivitätsabfall nicht nur später ein, er war auch langsamer.

Offenbar wird also der Thalamus von den Schlaf-Steuerzentren Hypothalamus und dem Hirnstamm früher schlafen geschickt als die Großhirnrinde, schreiben die Wissenschaftler. In dieser Phase kann sich das Bewusstsein dann sozusagen frei bewegen, was zur Fehlinterpretation bestimmter Signale und damit zu den häufig beobachteten Halluzinationen führe.

Auch das Gefühl, man habe fürs Einschlafen viel länger gebraucht, als es tatsächlich der Fall war, sei vermutlich auf diese Entkopplung zurückzuführen. Die Frage bleibe, wie dieser Effekt zustande kommt. Denkbar sei, dass die Großhirnrinde auf die Schlafbefehle träger reagiere als der Thalamus und deswegen erst später komplett abschalte. Alternativ könnte es sich aber auch um einen aktiven Prozess handeln, der eine bisher noch unbekannte Funktion erfüllt.

Quelle: Dr. Michel Magnin (Universität Lyon 1) et al.: PNAS, Online-Vorabveröffentlichung, doi:10.1073/pnas.0909710107/
 http://www.pnas.org/

Hinweis zur Hypnose:

Dieser Effekt erklärt auch einige, im Zusammenhang mit Hypnose, Selbsthypnose und Trance gemachten, Messungen.

Grundsätzlich passt das vorzeitige "Abschalten" des Thalamus zu unseren Hirnpotentialmessungen bei Hypnoseeinleitungen bzw. auch zu den von uns angewandten Stimulationstechniken (Deaktivierung der Amygdala  - auch Mandelkern genannt - die im Schläfenlappenbereich liegen)
.
Die von uns angewandten Amygda-Stimulationstechniken ermöglichen eine beschleunigte und tiefere Hypnose, da sie vorhandene Unruhe und Angstgefühle dämpfen.

Durch die Deaktivierung des Thalamus kommt es zu dem "unkontrollierten" Entgegennehmen von Suggestionen bzw. die Suggestionen können ohne große logische Analyse direkt ins Unbewußte fließen.
Ebenso zeigt diese Untersuchung die hohen Verwandtschaft zwischen Schlafen/Einschlafprozess und der Hypnose.

IPN-Labor/G.H.Eggetsberger



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