Praxis Gedankenstopp-Teil2 - De - Hypnose

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Praxis Gedankenstopp-Teil2

Gedankenstopp


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Werden Sie sich gewahr:

Denken ist nur ein kleiner Aspekt des Bewusstseins. Gedanken können ohne
Bewusstsein nicht existieren, aber Bewusstsein benötigt keine Gedanken.
Alle Erfindungen, alle wahren Künste, kommen aus Lücken des Nichtdenkens. Dabei
spielt es keine Rolle, ob es dem Einzelnen bewusst ist oder nicht. Neues wird
ausschließlich auf der Ebene der inneren Stille erschaffen. Den meisten Menschen
mangelt es an Kreativität, weil sie nicht aufhören können zu denken! Die besten
sportlichen Leistungen kommen aus den Lücken des Nichtdenkens. Alles läuft wie
von selbst (Flow): einfach reagieren, sich keine negativen Gedanken machen.
Darüber hinaus ist die Reaktionszeit in diesem Zustand messbar beschleunigt.
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Es gibt noch weitere Techniken die uns leicht und schnell veränderte Bewusstseinzustände erleben lassen. Sie alle schalten das denkende ICH für kürzere oder längere Zeit ab. Diese Techniken und Tests bringen eine neue tiefgreifende Erfahrung mit sich.


2. Übung - Beobachten der Gedanken:
Schließen Sie Ihre Augen und sagen Sie zu sich selbst in Gedanken:
“Welcher Gedanke ist mein nächster?"
Beobachten Sie ganz neutral Ihr Denken, achten Sie dann auf Ihre Gedanken.
Achten Sie auf die Stimme in Ihrem Kopf.
Warten Sie ruhig auf den nächsten Gedanken.
Welcher Gedanke wird vom denkenden ICH als erster produziert?

Übungsdauer:

Anfänger:
3 Minuten
Fortgeschrittener:
15 Minuten


Es hat sicher einige Zeit gedauert, bis der erste Gedanke nach Beginn des Tests aufgetaucht ist. Oft wartet man eine ganze Weile auf den nächsten Gedanken. Und trotzdem ist man innerlich ruhig, entspannt und hell wach! Man ist noch aufmerksamer und klarer als sonst. Der mentale Lärm des ständigen Denkens ist für kurze Zeit einfach verschwunden.
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Das Bewusstsein verändert sich sofort wenn das denkende ICH beruhigt wird.

Wir erhalten dann sofort und ohne weitere Mühe Einsicht in einen Zustand, den viele durch jahrelange Meditation erreichen wollen. Wenn wir durch die im Buch beschrieben Übungen lernen, uns von unserem denkenden ICH zu lösen, also wenn wir aufhören zu glauben, dass wir nur dieses denkende ICH sind, dann beginnt der
Prozess der dauerhaften Erweiterung unseres Bewusstseins.

Erst wenn wir wirklich wahrnehmen (nicht nur glauben wollen)
, dass das denkende ICH nur ein kleiner Teil unserer Gesamtpersönlichkeit ist, erlangen wir das, was man schlechthin als Bewusstseinserweiterung bezeichnen kann. Wir sprechen deswegen von einer Erweiterung, da nun zum denkenden ICH das
beobachtende ICH (der stille Zeuge)
dazu gekommen ist.

Dieser ruhige Beobachter ist aber den meisten von uns bis zu diesem Augenblick noch gar nicht bewusst geworden. Fast jeder Mensch hat sich ja bis jetzt ausschließlich mit dem denkenden ICH identifiziert.
Wir haben die Rolle die uns das denkende ICH vorgeschrieben hat kritiklos angenommen.
Durch die Anwendung dieser einfachen Techniken entsteht eine Bewegung, hin zu mehr Bewusstsein. Wenn Sie sich dieser Herausforderung stellen, werden Sie schnell feststellen, dass Sie Ihr Leben bisher zumeist unbewusst verbracht haben. Das heißt, Sie waren sich auf bewusster Ebene nicht gewahr, welche tiefgreifende
Wahl Sie eigentlich in Hinblick auf Ihre Gedanken, Emotionen, Worte und Taten in jeder Situation gehabt hätten. Die Gedanken, Emotionen und Re-Aktionen waren einfach nur Reaktionen auf alte mentale Programme, Vorstellungen und Denkmuster.

Zu mehr ist das denkende ICH nicht imstande. Es schöpft immer nur aus dem, was schon einmal in unserem Gehirn abgespeichert wurde. Es denkt nur unter Zuhilfenahme alter Informationen. Das denkende ICH kann nichts Neues entwickeln, keine neue Innovation kommt aus dem Denken. Für Neues, noch nicht da gewesenes, ist einzig und allein der innere Beobachter zuständig. Er birgt alle Kreativität, alle neuen Visionen. Er ist der innere Erfinder der Neues schaffen kann. Er benötigt nicht die gespeicherten Daten des Unbewussten. Wenn also ein Ausweg aus einer negativen Situation gesucht wird, wenn Sie eine neue kreative Lösung
Ihrer Probleme suchen, dann finden Sie all das nur im Bewusstseinsbereich des Beobachters. Darüber hinaus wird jedes Mal, wenn Sie eine Unterbrechung im Gedankenstrom schaffen, der Beobachter stärker. Schon nach kurzer Übungszeit werden Sie erkennen, dass die negativen inneren Dialoge und Gedanken wesentlich weniger
geworden sind. Tauchen doch einmal die ungeliebten Gedanken auf, können Sie darüber innerlich lachen. Sie wissen, diese Gedanken kommen nicht von dem was Sie wirklich sind. Alleine dieses Wissen raubt dem denkenden ICH schon seine bis dahin bestandene Vormachtstellung. Dann nimmt man den Gedankeninhalt nicht mehr so ernst, weil das persönliche Selbstgefühl nicht mehr von diesen Gedankengängen und Vorstellungen abhängt ist.


Immer wenn man sich auf etwas total konzentriert, ist man für einen Sekundenbruchteil frei von Gedanken, frei vom denkenden ICH und damit im Hier und Jetzt.
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Tipp:
Fällt es Ihnen schwer mit dieser Übung ihre Gedanken zu stoppen können Sie noch zusätzlich nachfolgende Übung des Gedankenstopps durchführen.

Die Technik des Gedankenstopps hat sich bei Menschen mit quälenden Angst- oder Zwangsgedanken besonders bewährt. Dabei kommt es darauf an, einen negativen Gedanken möglichst früh abzubrechen bevor er sich voll entfaltet und negative Emotionen auslöst. Man sagt sich bei Beginn der Übung beispielsweise sofort innerlich „Stopp!“, wenn ein belastender Gedanke auftaucht (manche stellen sich dabei noch ein rotes Stoppschild vor). Auf dieses innere Bild versucht man sich so stark als möglich zu konzentrieren.

Dann wendet man sich zum Beispiel der Vorstellung einer weißen neutralen Fläche zu und beginnt mit der Gedankenkontrollübung. Benützen Sie dabei die 1:4 Atmung, bleiben Sie 5 Minuten bei dieser Übung, dann wechseln Sie zur Konzentrationsübung - auf einen einzelnen Gedanken: „es geht mir gut“. Machen Sie auch diese Übung 3 Minuten lang. Je besser Sie die Konzentrationsübungen erlernt haben, umso wirkungsvoller und umso schneller tritt die positive Wirkung ein. Wann immer Sie, von jetzt an negative Emotionen oder Ängste haben, nützen Sie sofort die Zeit zum Üben des Gedankenstopp und der Gedankenkonzentration. Wird die Übung zu diesem Zweck eingesetzt, kommt es darauf an, einen negativen Gedankengang möglichst früh
abzubrechen, bevor er sich voll entfalten kann. Um einen unruhigen Geist zu beruhigen oder andere Störungen, die der scharfen Konzentration im Wege stehen, zu beseitigen, sollte man sich anfänglich auf einen Punkt konzentrieren z.B. auf einen Punkt im Körper.



Wenn Sie mehr über das Thema Gedankenstopp und andere Mental-Techniken lesen wollen, dann laden Sie sich das Gratisbuch "Psychonetik, FlowZoning und andere psychonetische Techniken" herunter und lesen Sie das Buch als PDF.



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