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Unsere Wirklichkeit

Wirklichkeit

Wir sind umgeben von einer vielschichtigen, komplexen physikalischen Wirklichkeit, aus der unser Nervensystem nur wenige Informationen bzw. Daten auswählt. Aus diesen wenigen Daten erstellt unser Organismus dann eine Simulation der Welt, die dabei aber so perfekt ist, dass wir sie nicht als das erkennen können, was sie in Wahrheit ist: Ein Bild (nur ein Bild) in unserem Gehirn, in unserem Geist. Doch das Bild, das wir vor Augen sehen, ist nicht die wirkliche Realität. Es ist ein Bild der Realität, das sich nur in unserem Kopf befindet.


Die Welt, die wir erleben, die uns „bewusst wird“ ist somit nur eine Simulation, hervorgebracht von einem 100 Milliarden Zellen Bio-Computer - unserem Gehirn. Die wesentliche Leistung dabei ist das Ausfiltern  bzw. Beseitigung von Daten, die aus der Außenwelt auf unser Gehirn über die Sinnesorgane einströmen. Gleichzeitig erzeugt unser Gehirn, unser Bewusstsein, aber auch eine Simulation unseres Selbst (ICH).

In unserem Gehirn finden ständig Milliarden einzelner Prozesse parallel statt.

Das neuronale Netzwerk, das dies leistet, baut sich selbst dabei permanent physikalisch um und stellt sich auf diesem Weg auf die eintreffenden Eindrücke und Datenflüsse ein.
Innerhalb von drei bis vier Zehntelsekunden nach Eintreffen eines Wahrnehmungsreizes am Thalamus, der „Eingangspforte ins Gehirn“, entsteht ein bewusstes Erleben. Der Thalamus entscheidet vor allem darüber, welche Informationen uns bewusst werden und welche Informationen nur ins Unbewusste weitergeleitet werden. Wird uns eine eintreffende Information bewusst, so wird diese „einen Augenblick lang“ im Gehirn stabil gehalten, wir werden dadurch mehr oder weniger auf einen Reiz aufmerksam. Aus diesem Prozess heraus resultiert schließlich die psychische Gegenwart, die subjektiv erlebte „Jetzt-Zeit“, die drei bis zehn Sekunden dauern kann – je nach Inhalt.

Die circa zwei bis drei Millionen Nervenfasern im Gehirn können bis zu 300 Impulse pro Sekunde transportieren.
Wissenschaftler haben festgestellt: In unserem Gehirn werden etwa 600-900 Millionen Bit pro Sekunde verarbeitet. Vom Auge fließen dabei rund 1 Million Bit pro Sek. (1 MBit/s) ins Gehirn. Aus dieser Informationsmenge wird von unserem Gehirn einiges bewusst, das meiste aber unbewusst verarbeitet.

Dann wird aus den Informationen eine Simulation der Realität erzeugt, eine „Wirklichkeit“. Doch die Eigenschaften der Menschen und Dinge, die wir wahrnehmen, sind keine Eigenschaften dieser Menschen und Dinge.

Es sind Eigenschaften von Modellen davon. Modellen, die unser Gehirn erzeugt und uns als das einzig existierende vorgaukelt! In der wirklichen Realität ist der Himmel nicht blau. Die Wahrnehmung der Farbe blau ist ein Ergebnis der Informationsverarbeitungsprozesse unseres eigenen Nervensystems.
Es strömen etwa zehnmal mehr Daten aus bestimmten Hirnzentren in den effektiven Sehprozess / in die Seh-Wahrnehmung ein,  als die Sehnerven auf dem Weg vom Auge zur Sehrinde empfangen haben. So entsteht aus einem Zusammenströmen von Rohdaten, die aus den Sinnesorganen ins Gehirn fließen, und schon gespeicherten Daten, aus vergangener Erfahrungen, ein Bild. Das heißt: Die überwiegende Menge an Impulsen, die beim Erzeugen einer visuellen Wahrnehmung verwendet werden, stammen aus unserem Gehirn und nicht aus den Augen, aus denen ja die tatsächlichen Wahrnehmungen kommen.

Wenn man sich dabei noch bewusst macht, dass eine Orange in ihrer eigenen Wirklichkeit blau statt orange ist, wo entsteht dann die Wahrnehmung von Farbe? Rot entspricht der Wellenlänge des Lichtes, das sie reflektiert und das dann in die Augen fällt. Im Sehzentrum, das sich im Bereich des Hinterkopfes in der Großhirnrinde befindet, findet die Interpretation statt.

Unser Gehirn ist ein informationsverarbeitendes System, das Rohdaten mit Bedeutung versieht.
Alle Informationen, die von den Sinnesorganen ins Gehirn fließen, treffen zuerst am Thalamus ein. Tief in der Mitte unseres Gehirns, direkt über dem Hirnstamm sitzen diese großen Nervenknoten und fungieren dort als Eingangspforten. Von hier aus werden ALLE Reize an die entsprechenden Verarbeitungszentren weiter geleitet. Ein Teil des Datenstroms wird vom Thalamus aus direkt an die Amygdala weiter geleitet und ohne vorherige Auswertung und Bearbeitung durch das Sehzentrum – ohne bewusstes Sehen also – hinsichtlich möglicher Gefahrenquellen analysiert. Unterhalb der Wahrnehmungsschwelle des Bewusstseins, werden unter der Regie der Amygdala und in Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen Hirnzentren Muster in den Gesichtszügen analysiert ohne, dass der Verstand daran beteiligt ist.


Wir verfügen also nur über eine selektive Wahrnehmung

Es ist auch das Prinzip der selektiven Wahrnehmung, welches dafür sorgt, dass von uns gehegte Erwartungen generell eher bestätigt werden. Da das neuronale Netzwerk unseres Gehirns immer bevorzugt auf die Muster zurückgreift, die am tiefsten eingeprägt sind, neigt unser Bewusstsein dazu, genau die Wahrnehmungen zu beachten, die bereits schon vorhandene (alte) Muster aktivieren und dadurch verstärkende Resonanz erzeugen. Das was die bereits vorhandenen Erwartungen und Überzeugungen nicht bestätigt, wird hingegen sehr gerne ausgefiltert oder wegrationalisiert.
Auf diese Art sorgt unser Bewusstsein, unser ICH, selbst für seine innere Stabilität. Wann immer wir eine Meinung aufnehmen, die mit einem bereits vorhandenen Wirklichkeitsmodell harmoniert, fühlt sich unser ICH gestärkt und sicher. Wann immer unsere Sicht der Dinge widerlegt wird, wird unser ICH geschwächt. Natürlich ist es wichtig für unser Ego, dass es an seinen alten Einstellungen zunächst einmal festhält und sie nicht beim leisesten Zweifel sofort über Bord wirft. Schon bei der Wahrnehmung selbst, unterliegen wir der automatischen Bestätigungstendenz.

Das impliziert:
Bestätigt sich eine Information, bestätigt sich auch eine Vorannahme, und wir nehmen diese in der Regel ungeprüft an. Steht eine neue Information aber im Widerspruch zu unseren Vorannahmen, prüfen wir diese in der Regel viel genauer. Wir suchen nach Unstimmigkeiten.

Außerdem:
Bei Übereinstimmung prüft man (wenn man prüft) in aller Regel NUR auf Richtigkeit, bei einem Widerspruch hingegen prüft unser Bewusstsein aber vor allem auf Falschheit einer Aussage oder Information. Schon alleine die spezielle Art der Prüfung führt zu einer verfälschten Sicht der Dinge. Bei Unsicherheit neigen die meisten Menschen eher dazu, die Informationsquelle abzuwerten oder die Information als irrelevant zu deklarieren, wenn diese nicht gleich in Ihr schon gefasstes Bild passt.  Denn schon alleine durch diese asymmetrische Aufnahme und Bewertung von Informationen bestärkt man schließlich seine bereits vorhandene Einstellung.

Jeder Mensch lebt somit in einer selbst erschaffenen, geschönten Scheinwelt. Der Mensch sieht nur das, was er sehen will, oder sehen kann.


Auch kollektive Glaubens- und Denksysteme, also Überzeugungen und Annahmen die durch Gruppen erschaffen wurden, üben ebenso einen dramatischen Einfluss auf die Wirklichkeit des Einzelnen aus. Wo viele einer Meinung sind, muss ich mich irren. Oder wenn viele einer Meinung sind, ist das richtig. Die meisten Menschen passen ihre Wirklichkeit der Gruppenrealität an. Neben all dem sind es auch noch innere unbewusste (oft negative)
Programme, die unsere Wahrnehmung und darüber hinaus unser Verhalten tiefgreifend beeinflussen.
Wollen wir nun gerade diese negativen Programme auflösen, wollen wir der Wirklichkeit ohne zu großen Zensuren und unter Beseitigung der selektiven Wahrnehmung entgegentreten, so hilft uns die Technik der De-Hypnose.

Es geht nicht darum, etwas zu erwerben oder zu erreichen, sondern immer nur darum, etwas loszuwerden, das sich als Hindernis erwiesen hat.


Die Methode der De-Hypnose, wurde dafür entwickelt Tagtrancezustände zu durchdringen und aufzulösen. Dadurch wird gezielt mehr Bewusstheit in unsere Wahrnehmung hinein gebracht, um so verborgene Thematiken vom Schleier der Tagtrance zu befreien. So kann der Weg der Hypnose auch ein Weg des erhöhten Bewusstseins werden. Uns unserer tief innen liegenden Beweggründe, Hemmungen, negativen Blockaden und Ängsten bewusst zu werden, ist das Ziel einer De-Hypnose.



 
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